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Fernsehen: Vom Massenmedium zum individuellen Streaming

Vor über 80 Jahren ging der ersten deutschen TV-Sender auf Sendung. Fast unbemerkt wurden die ersten Sendungen in den Äther gesandt. Geschaut werden konnte in speziellen Fernsehräumen, die öffentlich zugänglich waren und sich meist in der Hauptstadt befanden. So sahen die Anfänge des Fernsehens, dem beliebten Massenmedium, aus. Heute läutet das Streaming die nächste Generationsstufe ein.

Erste Beachtung fand das Fernsehen durch die Übertragung der Olympischen Spiele im Jahre 1936. Später wurde das neu entdeckte Medium zu Propaganda-Zwecken missbraucht. Während des 2. Weltkrieges kam die Entwicklung des Fernsehens ins Stocken. 1952 startet der Regelbetrieb des Fernsehens in der Bundesrepublik. Vier Jahre später startet die DDR mit dem eigenen Programm. In dieser Zeit mussten sich die Zuschauer auf nur wenige Sender beschränken.

Abb.: Fernsehen entwickelt sich weiter © Redaktionsbüro Lindo

Abb.: Fernsehen entwickelt sich weiter © Redaktionsbüro Lindo

Vom Farbfernsehen zum Digitalfernsehen

Der nächste Meilenstein wurde im August 1967 erreicht. Anlässlich der Internationalen Funkausstellung starteten die ARD und das ZDF mit dem Farbfernsehen. 1984 wurde das Privatfernsehen eingeführt und endlich kamen einige Sender dazu. Die technische Entwicklung Schritt weiter voran und so wurde der Empfang des Fernsehprogramms via Kabel oder Satellit möglich. 1996 erfolgte die Umstellung auf das Digitalfernsehen, wodurch sich das Angebot an Sendern weiter vergrößerte.

Das Ende des linearen Sendeangebotes

Bis zu diesem Zeitpunkt entwickelte sich das Fernsehen zu einem echten Massenmedium. Millionen von Zuschauern nutzten das Angebot, dass über die heimischen Bildschirme flimmerte. Das Fernsehen war bis zu diesem Zeitpunkt stets linear. Bestimmte Sendungen wurden zu einem festen Termin ausgestrahlt und entsprechend auch empfangen. Wurde eine Sendung verpasst, musste der Zuschauer auf eine Wiederholung hoffen. Um diesen Umstand auszuräumen, verbreiteten sich unterschiedlichen Aufnahmetechniken, um das aktuelle Fernsehprogramm aufzuzeichnen und um zu einem späteren Zeitpunkt sich die Aufzeichnungen anzuschauen.

Parallel zum Fernsehen entwickelte sich immer schneller das Internet und ermöglichte so neue Formen des Fernsehens. 2007 startete das ZDF mit einer sogenannten Mediathek und wich so erstmals vom linearen Sendeangebot ab. Dieses nicht-lineare Fernsehangebot per Internet erlaubte es nun erstmals, versäumte Sendungen und Beiträge zu jedem Zeitpunkt abzurufen. Zur fast gleichen Zeit startete das Video-Onlineportal Maxdome. Zwei Jahre vorher ging bereits Youtube ans Netz.

Streaming löst das klassische Fernsehen ab

Durch die ständige Weiterentwicklung des Internets, entwickelte sich auch das Fernsehen weiter. Das Angebot wandelt sich vom linearen Massenmedium zum individuellen Medienabruf des Einzelnen. So kann der Nutzer heute schon über die unterschiedlichsten Geräte beliebige mediale Inhalte empfangen und nutzen. Längst gehören Mediatheken und Streaming-Dienste zum Alltag des täglichen TV-Konsums. Richtig Fahrt hat das Streaming im deutschsprachigen Raum erst mit dem Start der globalen Streaming-Dienste von Amazon (Amazon Prime Instant Video) und Netflix aufgenommen.

Heute kann jeder Nutzer sein eigenes Fernsehen individuell zusammenstellen und das gewünschte Programm an jedem Ort und zu jedem Zeitpunkt empfangen. Durch das Streamen kann heute jeder einzelne Nutzer durch eine direkte Anbindung via Internet seine gewünschten Serien, Filme und Videos individuell abrufen. Klassische Sendeanstalten verlieren zunehmend an Bedeutung. Längst haben die großen Streaminganbieter und globalen Sender damit begonnen, ihre eigenen Serien und Kinofilme (Original Series) zu produzieren.

Die Zukunft des Fernsehens ist das Streamen

Möglicherweise werden in Zukunft auch Großveranstaltungen über globale Anbieter weltweit verteilt. Live-Streams von wichtigen Ereignissen und Konzerten mit ultra-hochauflösenden Qualität via Internet gehören dann zum normalen Fernsehen. Traditionelle Sendeanstalten speisen dann ihr normales Angebot nur noch in globale Video-Clouds. Jeder Nutzer stellt sein persönliches Programm selbst zusammen.

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Streamingz.de – aktuelle News, Tipps, Anleitungen, Hacks für Streaming Nutzer | streamingz.de 5. April 2016 um 11:15

[…] Nutzer, der über einen Rechner oder ein mobiles Gerät mit einer Online-Anbindung verfügt, sein eigenes Fernsehprogramm gestalten oder ein kurzweiliges Online-Spiel absolvieren. Besonders vielfältig ist das Angebot im […]

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