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Hue Sync: Besseres Kinofeeling beim Streamen durch synchrones Licht

Fans des Heimkinos sind bekanntlich bestens ausgestattet, wenn es um den optimalen Filmgenuss geht. Ein hochauflösender Fernseher mit ausreichender Größe und ein guter Sound gehören zur normalen Grundausstattung. Was noch fehlt sind visuelle Lichteffekte, die abhängig von der jeweiligen Szene, den eigenen Raum in ein passendes Licht tauchen. Bisher kamen nur Besitzer eines Philips Ambillight Fernsehers in einen entsprechenden Genuss einer heimischen Lichtshow. Mit der neuen App Hue Sync kann nun jeder Heimkinofan sein persönliches Ambilight, unabhängig von der verwendeten Hardware, nachrüsten.

Surround Sound für die Augen

Lange hat es gedauert, bis Philips endlich für sein Hue-Lichtsystem eine passende Lösung präsentierte, damit der Anwender seine Filme, Videos und seine Lieblingsmusik mit Hue synchron verbindet. Ziel ist es dabei, die verschiedenen Lichteffekte direkt mit Bild und Ton zu verknüpfen. Den Anfang machte zunächst eine Kooperation zwischen Philips und Razer, um eine Lichtuntermalung im Gamebereich anzubieten. Diese liefert sofort eindrucksvolle Ergebnisse, allerdings war die bisherige Lösung nur auf eine Ausstattung mit Razer Chroma beschränkt. Für das Schauen von Filmen und Serien war das Zusammenspiel zur bedingt geeignet und natürlich nur auf den eigenen PC beschränkt.

hue sync

Philips Hue Sync bietet „Surround Sound für die Augen“ (Quelle: Philips)

Hue Sync: Ambilight zum Nachrüsten

Nun hat Philips Lighting endlich mit Hue Sync eine Möglichkeit präsentiert, mit der Filme, Videos und Musik synchron mit dem Hue-Lichtsystem unterstützt werden. Nun ist es endlich möglich, dass die auf dem Bildschirm dargestellten Farben auch auf den angeschlossenen Hue-Lampen wiedergegeben werden. Damit lässt sich der atmosphärische Eindruck eines heimischen Kinoabend noch deutlich steigern. Damit präsentiert Philips eine echte Alternative zu einem Ambilight-Fernseher, zumal das neue System fast völlig unabhängig von der verwendeten Hardware ist.

Dabei wählt die Software Hue Sync unterschiedliche Wege bei der Ansteuerung der vorhandenen Lichtquellen. Bei der Unterstützung von Musik wird zunächst eine Palette von Farben ausgewählt, in der die Lampen dann nach dem jeweiligen Rhythmus aufleuchten. Dies ist für eine Fete oder eine andere Veranstaltung durchaus interessant. Damit stellt Hue Sync eine Art „digitale Lichtorgel“ dar.

Wesentlich interessanter ist die Ansteuerung bei Videos und Filmen. Hier wird das vorhandene Video- und Filmmaterial in Echtzeit analysiert und an das Hue Lichtsystem positionsgetreu weitergeben. Dabei sind die ersten Tests mit dem System wirklich vielversprechend. Einzige Einschränkung ist aktuell nur die Verfügbarkeit von Hue Sync, denn die Software läuft aktuell nur auf einem Windows-PC oder auf einem Mac. Allerdings stellt Philips bereits in Aussicht, dass zukünftig die Software auch auf anderen Plattformen (z.B. Xbox-Konsole, Tablet-PC oder Smartphone) laufen soll. Wann allerdings entsprechende Erweiterungen verfügbar sein werden, steht aktuell noch in den Sternen.

Voraussetzungen und Installation von Hue Sync

Damit Sie das heimische Lichtspiel starten können, benötigen Sie zunächst eine passende Ausstattung mit Hue-Lampen und eine passende Hue-Bridge (ausschließlich das aktuelle Modell). Wer bisher noch kein Hue-Lichtsystem im Einsatz hat, sollte zunächst auf ein günstiges Starterkit (Philips Hue White und Color Ambiance E27 LED Lampe Starter Set, drei Lampen) zurückgreifen. Hier sind alle notwendigen Komponenten enthalten. Natürlich sollten Sie zwingend die farbige Variante der Hue-Lampen nutzen, da die Schwarz-Weiß-Version nur einen eingeschränkten Spaß darstellt.

Im nächsten Schritt muss die Software auf den Computer (Windows oder Mac) geladen werden. Die Software ist kostenlos erhältlich und sollte idealerweise direkt von der Philips-Webseite geladen werden.

Hinweis für Mac-Nutzer: Laden Sie dabei nicht die kostenpflichtige App aus dem App-Shop herunter. Diese funktioniert zwar auch, allerdings werden für eine unbegrenzte Nutzung rund 10 Euro fällig. Auch im App-Shop von Windows ist die notwendige Software nicht verfügbar. Windows und Mac Nutzer sollten ausschließlich die entsprechenden Links über die Hue-Seite nutzen.

Haben Sie den jeweiligen Installer auf ihren Rechner heruntergeladen, geschieht die Installation innerhalb weniger Augenblicke. Interessanterweise muss der Anwender für die Anbindung nicht zwingend ein Konto auf der Hue-Seite einrichten. Ein echter Pluspunkt für das Hue-System. Bei vielen anderen Lösungen eine persönliche Anmeldung zwingend erforderlich.

https://www.youtube.com/watch?v=XcnU78rhFwk

Ist die Installation abgeschlossen, starten Sie die Software und im ersten Schritt muss der Client mit der Basisstation verbunden werden. Dazu müssen Sie nur auf den vorderen Knopf der Basisstation drücken und in der Regel erfolgt umgehend die Verknüpfung zwischen Computer und dem Hue-System. Wird die Bridge gefunden, ist das System via Hue Sync einsatzbereit.

Auch hier gilt: Die Bridge und der angemeldete Rechner müssen sich im gleichen WLAN-Netz befinden, sonst wird die Bridge nicht gefunden.

Hue Sync sorgt nach erfolgreicher Verbindung mit der Bridge für ein zeitnahes Synchronisieren zwischen den verfügbaren Hue-Lampen und der ausgewählten Audio- bzw. Videoquelle.

hue app screenshot entertainDamit das Zusammenspiel überhaupt funktioniert, müssen die betreffenden Hue-Lampen dem sogenannten Entertainment-Bereich zugeordnet werden. Dabei handelt sich es sich um einen eigenen Bereich in der Hue-App, in der die betreffenden Lampen zugeordnet werden können. Nur diese Lampen lassen sich dann mit dem Audio- oder Videosignale synchronisieren. Diese Zuordnung lässt sich am einfachsten über ein Smartphone mittels Hue-App realisieren. In der Hue Sync Anwendung lassen sich die notwendigen Einstellungen leider nicht vornehmen.

Haben Sie alle Einstellungen abgeschlossen, wählen Sie den betreffenden Entertainment-Bereich in der Hue Sync Anwendung mit den enthaltenen Lampen aus. Abschließend muss in der Software noch die Art der Quelle (Szenen, Spiele, Musik, Video) ausgewählt werden. Zudem kann der Anwender noch die Intensität des Lichtsignals bei Spielen, Musik oder Videosignalen (jeweils subtil, normal, hoch oder intensiv) einstellen. Die gewählte Option wirkt sich dann maßgeblich auf die Lichtintensität der Lampen aus.

Unterschiedliche Audio- und Videosignal synchronisieren

Im letzten Schritt muss der Nutzer noch den unteren Button „Synchronisierung nutzen“ anklicken. Das Hue-System beginnt nun zu arbeiten. Jetzt muss der Nutzer noch die betreffende Anwendung auf seinem Rechner (Windows, Mac) starten, damit das Hue-System mit den erforderlichen Signalen versorgt werden kann. Die Hue Sync arbeitet dann im Hintergrund weiter. Dabei ist es gleichgültig, welche Anwendung zum Einsatz kommt. Wer sich beispielsweise für ein Videosignal entscheidet, kann beispielsweise einen beliebigen Streaminganbieter (Amazon Video, Netflix o.a.) oder ein Videoportal (z.B. Youtube) starten und Hue synchronisiert automatisch das bewegte Bild am Display. Gleiches gilt auch bei einem Audiosignal. In diesem Fall wählen Sie eine beliebige Audioquelle (z.B. Apple Music, Spotify, Amazon Music usw.).

Hinweis: Sofern ihr Rechner noch über ein Laufwerk verfügt, können auch Audio-CDs, Blu-rays oder vergleichbare Datenträger mit dem Hue-System synchronisiert werden.

Wichtig ist, die jeweilige Anwendung muss zwingend auf dem betreffenden Computer laufen. Dies funktioniert auch einwandfrei, wenn das Signal des PCs auf ein TV-Gerät gespiegelt wird. Dies lässt sich beispielsweise mittels HDMI-Kabel, Miracast oder Airplay (bei Apple-Geräten) bewerkstelligen. Dabei muss das Bildsignal weiterhin auf dem Display des Rechners laufen, da Hue Sync nur hier das Signal synchronisiert. Bleibt der Bildschirm auf dem Rechner dunkel, kann Hue Sync kein Signal analysieren.

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