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Breaking Bad – Die komplette Serie (Digipack) [Blu-ray]

Breaking Bad – Die komplette Serie (Digipack) [Blu-ray]

Breaking Bad - Die komplette Serie (Digipack) [Blu-ray]

Diese Komplettbox enthält alle Staffeln von Breaking Bad inklusive der Final Season.

Breaking Bad – Die finale Season –  2 Discs
Es endet mit einem Paukenschlag. In den letzten Episoden bringen Emmy;-Preisträger Bryan Cranston und Aaron Paul, in ihren Rollen als Meth-König Walter White und seinem von Schuldgefühlen geplagten Partner Jesse Pinkman, die Breaking Bad-Saga zu einem blutigen Ende. Während beide auf ihre Art versuchen, sich der Konsequenzen ihrer kriminell

Listenpreis: EUR 114,99

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Privatverkauf.Breaking Bad Tin Box inklusive Zugangscode: Der Zugangscode bietet einen exklusiven ca. 4 min. Einblick hinter die Kulissen des ersten Drehtags am Set der mit Spannung erwarteten TV-Serie Better Call Saul, dem Spin-Off der Erfolgs-Serie Breaking Bad. In der Hauptrolle Bob Odenkirk als Kult-Anwalt Saul Goodman.

Selten begeisterte eine TV-Serie in den letzten Jahren Fans & Kritiker auf aller Welt gleichermaßen wie die mit 10 Emmys prämierte Drama-Serie BREAKING BAD u

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Kommentare

Vogelfrei 2. Oktober 2015 um 21:21

31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
MUSS für jeden FAN., 20. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte bereits die ersten beiden Staffeln von Breaking Bad gekauft, sodass ich lange überlegt habe, ob ich mir die Gesamtausgabe kaufe oder nicht. Letztendlich hat sich der Kauf aus meiner Sicht gelohnt:

Mir gefällt die Idee eines einheitlichen Designs. So steht bei mir im Regal eine Box statt mehrere unterschiedlich dicker DVD-Hüllen. Dann suche ich mir die entsprechende Staffel heraus und kann die CD aus dem Papphalter nehmen. Persönlich finde ich das angenehmer als die typischen Plaste-Halterungen. Meine DVDs sind auch noch alle kratzerfrei. Die Bildqualität und der Sound sind auch entsprechend gut. Daher von mir keine Kritik, sondern eindeutig 5 Sterne.

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Valentin Korab 2. Oktober 2015 um 21:51

153 von 169 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Der neue Messgrad unter den TV-Serien!, 11. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Breaking Bad – Die komplette Serie (Digipack) [Blu-ray] (Blu-ray)

Wo fängt man an, wenn man etwas derart Perfektes wie die Serie „Breaking Bad“ besprechen möchte? Vielleicht bei der Ausgangssituation, die dann zu all den aberwitzigen Handlungsverläufen führt, die sich später ergeben. Hier fühlte ich mich an Filme der Cohen-Brothers erinnert – insbesondere „Fargo“- denn die Hauptfigur Walter White (Bryan Cranston) erweckt zu Beginn beim Betrachter vorwiegend Mitleid, wie es William H. Macey in seiner Rolle des glücklosen Autoverkäufers zu erregen vermochte. Von seinen Mitmenschen kaum ernst genommen, teilweise ausgenützt und erniedrigt, führt der Chemielehrer White ein unscheinbares Schattendasein als Familienvater und erinnert sich in Verbitterung daran, dass er in jungen Jahren eine vielversprechende Karriere als hochbegabter Wissenschaftler in Aussicht hatte, die er schließlich in den Sand gesetzt hat. Eine Krebsdiagnose gibt ihm den auslösenden Impuls, sich aus dieser tristen und aussichtslosen Lebenssituation zu befreien und seinem Leben eine neue Richtung zu geben, als er hinter dem Rücken seiner Familie beginnt die synthetische Droge Crystal Meth herzustellen.

Diese radikale Entscheidung präsentiert sich dem Betrachter durchaus schlüssig, da Sorge um die finanzielle Lage seiner Familie nach seinem drohenden Ableben und mangelndes Geld zur Finanzierung der medizinischen Therapie sein Handeln zu rechtfertigen scheinen. Er nötigt einen seiner ehemaligen Schüler (Jesse Pinkman) dazu ihn bei diesen illegalen Aktivitäten zu unterstützen und die Beiden stolpern anfangs von einer desaströsen Situation in die nächste , während Walter sich immer mehr in einem heillosen Lügengeflecht verfängt. So betrachtet man die beiden kleinkriminellen Protagonisten vorerst bei ihren hemdsärmeligen Versuchen, sich mit den Regeln dieses illegalen Gewerbes vertraut zu machen und nur gelegentlich blitzt in der Anfangsphase bei dem Chemielehrer das Genie auf, das ich gerne als den „bösen MacGyver“ bezeichne.

Aus dieser Präposition vollziehen die beiden Figuren Walter und Jesse ungeahnte persönliche Wandlungen und erleben extreme Höhen und Tiefen. Während Walter das Lügen, Taktieren und letztlich auch Morden nach und nach immer leichter fällt, entwickelt Jesse zusehends ein Gewissen, hadert mit den eigenen Taten und wird erwachsener. Die beiden Figuren entwickeln sich also schrittweise diametral zueinander in unterschiedliche Richtungen. Walter erlebt ein zweites Erwachen durch seine kriminellen Handlungen und verfällt in Verhaltensmuster die man als extreme Form der Midlifecrises bezeichnen könnte. Mitgerissen von Walters kriminellem Ehrgeiz zeigt sich für Jesse, der zu Beginn der Handlung als ungebildeter, notorischer Versager, als zwischen Selbstüberschätzung und Selbsthass pendelndes Paradebeispiel des so genannten White-Trash präsentiert wird, dass er nicht so hart und abgebrüht ist, wie er vorgibt zu sein.

Besonders aus der Beziehungskonstellation dieser beiden Hauptcharaktere, aber auch aus deren Verflechtungen mit dem reichen Ensemble von Nebencharakteren (großartig etwa Giancarlo Esposito, Bob Odenkirk, Jonathan Banks) bezieht „Breaking Bad“ seine hohen Qualitäten. Diese Serie beweist, dass es auch heute noch großartige Autoren gibt, die es bis zur hohen Kunst verstehen eine mitreißende Geschichte als unverzichtbares Fundament einer Film- oder Fernsehproduktion zu konstruieren. Ihnen gelingt es mit einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit die Gratwanderung zwischen emotionalem Tiefgang, schwarzem Humor, Spannung, Sozialkritik und Drama zu bewerkstelligen und zudem im Storytelling noch über weite Strecken glaubwürdig zu bleiben. Der konsequenten Entscheidung die Geschichte nach der fünften Staffel enden zu lassen, ist es letztlich auch zu danken, dass „Breaking Bad“ nicht bis zur Bedeutungslosigkeit ausgelutscht wurde – wie das mit so vielen anderen erfolgreichen Serien geschehen ist. Am Ende – so viel sei verraten – findet diese Serie schlüssig und rund zu einem Abschluss ohne, dass dabei offene Handlungsstränge oder unbefriedigende Notlösungen in Kauf genommen werden mussten. Nichts wirkt künstlich gestreckt. Alles ergibt Sinn.

So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass diese Serie – obwohl mit Preisen überschüttet – im deutschsprachigen Fernsehen ein Nischendasein führen musste. Lediglich auf Arte und im Pay-TV wurde „Breaking Bad“ ausgestrahlt, was wohl auch daran liegt, dass diese Serie sehr viel Mut zur Innovation aufbrachte und heikle Themen behandelte. Hierzulande geht man aber lieber auf Nummer sicher und zeigt den Menschen lieber die zehnte Wiederholung…

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Visenna 2. Oktober 2015 um 22:00

61 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
All Hail the King! Oder warum Breaking Bad der König unter den Serien ist, 7. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Breaking Bad – Die komplette Serie (Digipack) [Blu-ray] (Blu-ray)
Am 15.10.2013, wenige Wochen nach Ausstrahlung der letzten Episode von Breaking Bad, erhielt der Hauptdarsteller Bryan Cranston einen Fanbrief. Ein paar vielsagende Sätze aus diesem Brief möchte ich am Anfang dieser Kritik zitieren: „Brillant! Ihre Darbietung als Walter White ist die beste schauspielerische Leistung, die ich jemals gesehen habe. (…). Was Sie da geleistet haben, ist spektakulär, absolut überwältigend. (…) Es war wie eine großartige Tragödie im Stil der Jakobiner, Shakespears oder der alten Griechen. (…) Jeder Beteiligte hat Meisterliches geleistet. Ich danke Ihnen. Diese Art von Leistung ist selten. Und wenn es sie dann einmal gibt, wie bei diesem epischen Werk, baut das die Zuversicht in unseren Beruf wieder auf.“ Der Autor dieses Briefes war kein durchschnittlicher Verehrer, sondern niemand geringeres als Schauspiellegende Sir Anthony Hopkins. Von ebendiesem als der größte Schauspieler aller Zeiten bezeichnet zu werden, spricht für sich.

Hauptfigur von Breaking Bad ist der Chemielehrer Walter White. Als junger Mann war er ein brillanter Chemiker und hatte eine vielversprechende Karriere vor sich, aber wie bei vielen anderen ist sein Leben nicht so verlaufen wie er es sich vorgestellt hat. Mit fünfzig Jahren muss er neben seinem Lehrerberuf noch einen demütigenden Nebenjob ausüben, um seine Familie zu ernähren und die Hypothek auf sein Haus zu bedienen. Er ist ein absoluter Durchschnittsbürger, eher introvertiert, ziemlich spießig und sehr frustriert. Sein Leben erfährt allerdings eine überraschende Wendung, als er eines Tages die Diagnose Lungenkrebs erhält. Er steht vor dem finanziellen Ruin, da seine Krankenversicherung die Behandlungskosten nicht übernimmt, und die Existenz seiner Familie ist aufgrund seiner Krankheit und seines bevorstehenden Todes gefährdet. Als sein Schwager, der bei der Drogenfahndung arbeitet, ihn eines Tages spaßenshalber zu einem Meth-Labor mitnimmt, kommt Walter auf eine wahnwitzige Idee. Zusammen mit seinem ehemaligen Schüler Jesse Pinkman, der mittlerweile in die Drogenszene abgerutscht ist, beginnt er seine Chemiekenntnisse einzusetzen, um die Droge Crystal Meth zu kochen um so die finanzielle Existenz seiner Familie auch über seinen Tod hinaus zu sichern. Als genialer Chemiker erzeugt er ein herausragendes Produkt, das in kürzester Zeit großes Aufsehen in der Drogenszene New Mexikos erregt. Nach und nach verstrickt sich Walter White aber immer stärker in den Sumpf der Drogenkriminalität, bis er irgendwann entdeckt, dass er seine Intelligenz und seine Talente nicht nur für die Herstellung von Crystal Meth nutzen kann, sondern weit darüber hinaus. Mit der Zeit verändert sich seine Persönlichkeit grundlegend, so dass man ihn als Zuschauer nicht mehr wiedererkennt…

Breaking Bad ist nicht nur eine spektakuläre und grandios inszenierte Charakterstudie, die es in dieser Tiefe weder im Fernsehen noch in der Literatur jemals zuvor gegeben hat. Diese Serie setzt nicht nur in jeder Hinsicht Maßstäbe, wie z.B. hinsichtlich der schauspielerischen Leistungen, der Szenografie, Kameraführung, der Wirksamkeit und Prägnanz von Bildern, Musik und Dialogen. Dieses Meisterwerk ist nicht nur durchgehend realistisch, spannend, unvorhersehbar, und durch den exzellenten schwarzen Humor derb unterhaltsam.
Breaking Bad berührt vielmehr Urfragen der Menschheit. Wie kommt das, was man gemeinhin als das Böse bezeichnet, in unsere Welt? Unter welchen Voraussetzungen können „normale“ Menschen, wie wir alle es sind, auf die schiefe Bahn geraten? In welchen Situationen kann man noch moralische Entscheidungen treffen, und ab wann wird der gewählte Weg zum selbsterhaltenden Strudel, aus dem man nicht mehr entkommen kann? Die Tiefe, mit der Breaking Bad diese Fragen erörtert, ist einmalig.
Konsequent wurde die Serie im deutschen Fernsehen nur auf Arte ausgestrahlt, den anderen Sendern war das Format wohl zu anspruchsvoll und damit zu riskant. Wie schon Oliver Kalkofe gesagt hat, jedes Land bekommt das Fernsehprogramm, das es verdient.

Ich wäre nicht überrascht wenn Breaking Bad in hundert Jahren einen ähnlichen Status genießt wie Faust oder Hamlet – den Status von zeitlosen Meisterwerken der Menschheitsgeschichte, die jedes Schulkind kennt und kennen sollte.

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Vogelfrei 2. Oktober 2015 um 22:40

31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
MUSS für jeden FAN., 20. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte bereits die ersten beiden Staffeln von Breaking Bad gekauft, sodass ich lange überlegt habe, ob ich mir die Gesamtausgabe kaufe oder nicht. Letztendlich hat sich der Kauf aus meiner Sicht gelohnt:

Mir gefällt die Idee eines einheitlichen Designs. So steht bei mir im Regal eine Box statt mehrere unterschiedlich dicker DVD-Hüllen. Dann suche ich mir die entsprechende Staffel heraus und kann die CD aus dem Papphalter nehmen. Persönlich finde ich das angenehmer als die typischen Plaste-Halterungen. Meine DVDs sind auch noch alle kratzerfrei. Die Bildqualität und der Sound sind auch entsprechend gut. Daher von mir keine Kritik, sondern eindeutig 5 Sterne.

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Valentin Korab 2. Oktober 2015 um 23:00

153 von 169 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Der neue Messgrad unter den TV-Serien!, 11. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)

Wo fängt man an, wenn man etwas derart Perfektes wie die Serie „Breaking Bad“ besprechen möchte? Vielleicht bei der Ausgangssituation, die dann zu all den aberwitzigen Handlungsverläufen führt, die sich später ergeben. Hier fühlte ich mich an Filme der Cohen-Brothers erinnert – insbesondere „Fargo“- denn die Hauptfigur Walter White (Bryan Cranston) erweckt zu Beginn beim Betrachter vorwiegend Mitleid, wie es William H. Macey in seiner Rolle des glücklosen Autoverkäufers zu erregen vermochte. Von seinen Mitmenschen kaum ernst genommen, teilweise ausgenützt und erniedrigt, führt der Chemielehrer White ein unscheinbares Schattendasein als Familienvater und erinnert sich in Verbitterung daran, dass er in jungen Jahren eine vielversprechende Karriere als hochbegabter Wissenschaftler in Aussicht hatte, die er schließlich in den Sand gesetzt hat. Eine Krebsdiagnose gibt ihm den auslösenden Impuls, sich aus dieser tristen und aussichtslosen Lebenssituation zu befreien und seinem Leben eine neue Richtung zu geben, als er hinter dem Rücken seiner Familie beginnt die synthetische Droge Crystal Meth herzustellen.

Diese radikale Entscheidung präsentiert sich dem Betrachter durchaus schlüssig, da Sorge um die finanzielle Lage seiner Familie nach seinem drohenden Ableben und mangelndes Geld zur Finanzierung der medizinischen Therapie sein Handeln zu rechtfertigen scheinen. Er nötigt einen seiner ehemaligen Schüler (Jesse Pinkman) dazu ihn bei diesen illegalen Aktivitäten zu unterstützen und die Beiden stolpern anfangs von einer desaströsen Situation in die nächste , während Walter sich immer mehr in einem heillosen Lügengeflecht verfängt. So betrachtet man die beiden kleinkriminellen Protagonisten vorerst bei ihren hemdsärmeligen Versuchen, sich mit den Regeln dieses illegalen Gewerbes vertraut zu machen und nur gelegentlich blitzt in der Anfangsphase bei dem Chemielehrer das Genie auf, das ich gerne als den „bösen MacGyver“ bezeichne.

Aus dieser Präposition vollziehen die beiden Figuren Walter und Jesse ungeahnte persönliche Wandlungen und erleben extreme Höhen und Tiefen. Während Walter das Lügen, Taktieren und letztlich auch Morden nach und nach immer leichter fällt, entwickelt Jesse zusehends ein Gewissen, hadert mit den eigenen Taten und wird erwachsener. Die beiden Figuren entwickeln sich also schrittweise diametral zueinander in unterschiedliche Richtungen. Walter erlebt ein zweites Erwachen durch seine kriminellen Handlungen und verfällt in Verhaltensmuster die man als extreme Form der Midlifecrises bezeichnen könnte. Mitgerissen von Walters kriminellem Ehrgeiz zeigt sich für Jesse, der zu Beginn der Handlung als ungebildeter, notorischer Versager, als zwischen Selbstüberschätzung und Selbsthass pendelndes Paradebeispiel des so genannten White-Trash präsentiert wird, dass er nicht so hart und abgebrüht ist, wie er vorgibt zu sein.

Besonders aus der Beziehungskonstellation dieser beiden Hauptcharaktere, aber auch aus deren Verflechtungen mit dem reichen Ensemble von Nebencharakteren (großartig etwa Giancarlo Esposito, Bob Odenkirk, Jonathan Banks) bezieht „Breaking Bad“ seine hohen Qualitäten. Diese Serie beweist, dass es auch heute noch großartige Autoren gibt, die es bis zur hohen Kunst verstehen eine mitreißende Geschichte als unverzichtbares Fundament einer Film- oder Fernsehproduktion zu konstruieren. Ihnen gelingt es mit einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit die Gratwanderung zwischen emotionalem Tiefgang, schwarzem Humor, Spannung, Sozialkritik und Drama zu bewerkstelligen und zudem im Storytelling noch über weite Strecken glaubwürdig zu bleiben. Der konsequenten Entscheidung die Geschichte nach der fünften Staffel enden zu lassen, ist es letztlich auch zu danken, dass „Breaking Bad“ nicht bis zur Bedeutungslosigkeit ausgelutscht wurde – wie das mit so vielen anderen erfolgreichen Serien geschehen ist. Am Ende – so viel sei verraten – findet diese Serie schlüssig und rund zu einem Abschluss ohne, dass dabei offene Handlungsstränge oder unbefriedigende Notlösungen in Kauf genommen werden mussten. Nichts wirkt künstlich gestreckt. Alles ergibt Sinn.

So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass diese Serie – obwohl mit Preisen überschüttet – im deutschsprachigen Fernsehen ein Nischendasein führen musste. Lediglich auf Arte und im Pay-TV wurde „Breaking Bad“ ausgestrahlt, was wohl auch daran liegt, dass diese Serie sehr viel Mut zur Innovation aufbrachte und heikle Themen behandelte. Hierzulande geht man aber lieber auf Nummer sicher und zeigt den Menschen lieber die zehnte Wiederholung…

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Visenna 2. Oktober 2015 um 23:57

61 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
All Hail the King! Oder warum Breaking Bad der König unter den Serien ist, 7. Juli 2014
Am 15.10.2013, wenige Wochen nach Ausstrahlung der letzten Episode von Breaking Bad, erhielt der Hauptdarsteller Bryan Cranston einen Fanbrief. Ein paar vielsagende Sätze aus diesem Brief möchte ich am Anfang dieser Kritik zitieren: „Brillant! Ihre Darbietung als Walter White ist die beste schauspielerische Leistung, die ich jemals gesehen habe. (…). Was Sie da geleistet haben, ist spektakulär, absolut überwältigend. (…) Es war wie eine großartige Tragödie im Stil der Jakobiner, Shakespears oder der alten Griechen. (…) Jeder Beteiligte hat Meisterliches geleistet. Ich danke Ihnen. Diese Art von Leistung ist selten. Und wenn es sie dann einmal gibt, wie bei diesem epischen Werk, baut das die Zuversicht in unseren Beruf wieder auf.“ Der Autor dieses Briefes war kein durchschnittlicher Verehrer, sondern niemand geringeres als Schauspiellegende Sir Anthony Hopkins. Von ebendiesem als der größte Schauspieler aller Zeiten bezeichnet zu werden, spricht für sich.

Hauptfigur von Breaking Bad ist der Chemielehrer Walter White. Als junger Mann war er ein brillanter Chemiker und hatte eine vielversprechende Karriere vor sich, aber wie bei vielen anderen ist sein Leben nicht so verlaufen wie er es sich vorgestellt hat. Mit fünfzig Jahren muss er neben seinem Lehrerberuf noch einen demütigenden Nebenjob ausüben, um seine Familie zu ernähren und die Hypothek auf sein Haus zu bedienen. Er ist ein absoluter Durchschnittsbürger, eher introvertiert, ziemlich spießig und sehr frustriert. Sein Leben erfährt allerdings eine überraschende Wendung, als er eines Tages die Diagnose Lungenkrebs erhält. Er steht vor dem finanziellen Ruin, da seine Krankenversicherung die Behandlungskosten nicht übernimmt, und die Existenz seiner Familie ist aufgrund seiner Krankheit und seines bevorstehenden Todes gefährdet. Als sein Schwager, der bei der Drogenfahndung arbeitet, ihn eines Tages spaßenshalber zu einem Meth-Labor mitnimmt, kommt Walter auf eine wahnwitzige Idee. Zusammen mit seinem ehemaligen Schüler Jesse Pinkman, der mittlerweile in die Drogenszene abgerutscht ist, beginnt er seine Chemiekenntnisse einzusetzen, um die Droge Crystal Meth zu kochen um so die finanzielle Existenz seiner Familie auch über seinen Tod hinaus zu sichern. Als genialer Chemiker erzeugt er ein herausragendes Produkt, das in kürzester Zeit großes Aufsehen in der Drogenszene New Mexikos erregt. Nach und nach verstrickt sich Walter White aber immer stärker in den Sumpf der Drogenkriminalität, bis er irgendwann entdeckt, dass er seine Intelligenz und seine Talente nicht nur für die Herstellung von Crystal Meth nutzen kann, sondern weit darüber hinaus. Mit der Zeit verändert sich seine Persönlichkeit grundlegend, so dass man ihn als Zuschauer nicht mehr wiedererkennt…

Breaking Bad ist nicht nur eine spektakuläre und grandios inszenierte Charakterstudie, die es in dieser Tiefe weder im Fernsehen noch in der Literatur jemals zuvor gegeben hat. Diese Serie setzt nicht nur in jeder Hinsicht Maßstäbe, wie z.B. hinsichtlich der schauspielerischen Leistungen, der Szenografie, Kameraführung, der Wirksamkeit und Prägnanz von Bildern, Musik und Dialogen. Dieses Meisterwerk ist nicht nur durchgehend realistisch, spannend, unvorhersehbar, und durch den exzellenten schwarzen Humor derb unterhaltsam.
Breaking Bad berührt vielmehr Urfragen der Menschheit. Wie kommt das, was man gemeinhin als das Böse bezeichnet, in unsere Welt? Unter welchen Voraussetzungen können „normale“ Menschen, wie wir alle es sind, auf die schiefe Bahn geraten? In welchen Situationen kann man noch moralische Entscheidungen treffen, und ab wann wird der gewählte Weg zum selbsterhaltenden Strudel, aus dem man nicht mehr entkommen kann? Die Tiefe, mit der Breaking Bad diese Fragen erörtert, ist einmalig.
Konsequent wurde die Serie im deutschen Fernsehen nur auf Arte ausgestrahlt, den anderen Sendern war das Format wohl zu anspruchsvoll und damit zu riskant. Wie schon Oliver Kalkofe gesagt hat, jedes Land bekommt das Fernsehprogramm, das es verdient.

Ich wäre nicht überrascht wenn Breaking Bad in hundert Jahren einen ähnlichen Status genießt wie Faust oder Hamlet – den Status von zeitlosen Meisterwerken der Menschheitsgeschichte, die jedes Schulkind kennt und kennen sollte.

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