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3D auf dem Vormarsch – Von Avatar bis Oculus Rift

Einer der wichtigsten Trends im Bereich der Medien ist zweifelsohne der 3D-Genuss im Kino und im heimischen Umfeld. Den Anfang machten vor einigen Jahren mehrere Kinofilme, die die 3D-Filme in einer bisher nicht gekannten Qualität auf die Leinwand brachten. Eine Vorreiterrolle übernahm zweifelsohne Avatar unter der Regie von James Cameron. Heute kommt kaum noch ein Blockbuster ohne 3D-Technik in die Kinos. Ausgerüstet mit einer speziellen Brille kann heute jeder Kinobesuchter in eine beeindruckende 3D-Welt eintauchen.

Anschließend schaffte es die 3D-Technik auch in die heimischen Wohnzimmer. Neue TV-Geräte bieten aktuell standardmäßig die 3D-Umsetzung. Spezielle 3D Blu-ray Discs liefern das gewünschte Filmmaterial. Im Bereich Streaming gibt es aktuell nur wenige Anbieter, die auf 3D-Filme setzen. Insgesamt wächst das Angebot an guten 3D-Filmen ständig an. 3D-Filme streamen bleibt allerdings noch die Ausnahme.

Virtual Reality Brillen

Der nächste Schritt in Richtung 3D folgt nun mit den Virtual Reality Brillen der nächsten Generation. Sogenannte Head-Mounted Displays bieten einen 3D-Genuss in ungeahnter Qualität.

Technische Basis bietet ein Display, das direkt vor den Augen des Nutzers sitzt. Die Größe des Displays ist so gewählt, dass es das gesamte Sichtfeld des Anwenders abdeckt. Seitenränder sind nicht mehr wahrzunehmen. So wird der 3D-Eindruck noch deutlich verstärkt. Spezielle Bewegungs- und Beschleunigungs-Sensoren sorgen für eine noch realistischere Ansicht. Diese messen die Kopf- und Körperbewegungen und lassen die so erfassten Daten in die Darstellung der Bewegtbilder einfließen.

Besonders von sich reden macht das Unternehmen Oculus Rift, das vor Monaten von Facebook übernommen wurde. Unter der Bezeichnung Crystal Cove ist eine aktuelle Brille wohl erst 2016 als marktreifes Produkt zu erwarten. In der Zwischenzeit haben auch andere Hersteller (z.B. HTC mit Valve) vergleichbare VR-Brillen angekündigt. Nur Samsung ist bereits mit Gear VR  am Markt vertreten.

Computerspiele als Vorreiter für 3D-Lösungen

In den nächsten Monaten werden wohl die ersten VR-Brillen die Marktreife erreichen. Der bevorzugte Einsatzbereich werden dann zunächst interaktive Computerspiele sein, die für leistungsstarke Konsolen, wie Xbox One oder Playstation 4, die perfekte Ergänzung darstellen. Dann kann der Spieler ausgewählte Games in einer echten 3D-Perspektive genießen.

Im nächsten Schritt werden dann auch Filme und Serien folgen, damit der Zuschauer per 3D noch besser in die Handlung und das Umfeld des Films eintauchen kann. Allerdings fehlt beim aktuellen technischen Stand noch die interaktive Komponente. Dies ist vielleicht in wenigen Jahren bereits möglich.

Cardboard Brille – 3D aus Pappe oder Kunststoff

3dbrilleWer sich bereits heute ein Bild von der neuen 3D-Welt machen will, kann auf Messen erste Prototypen von Oculus Rift oder Valve und andere Lösungen testen. Wer mit wenig Aufwand sofort eine 3D-Lösung testen möchte, greift zu einer sogenannten Cardboard Brille, einer-Virtual Reality Brille aus Pappe.

Ausgangspunkt dieser Idee war eine Entwicklerkonferenz von Google. Hier stellten die Macher die die VR-Brille „Cardboard“ vor. Diese günstige Lösung sollte schnell und einfach den 3D-Effekt für interessierte Entwickler und Anwender vor Augen führen.

Dabei besteht das eigentliche Gehäuse aus Pappe, das mit wenigen Handgriffen zu einer VR-Brille gefaltet werden kann. Die Technik liefert ein Smartphone, das über eine spezielle App für das Display der billigen VR-Lösung sorgt. Dieses wird in die gefaltete Konstruktion eingefügt. Hinzu kommen noch spezielle bikonvexe Linsen, die den Blick des Auges genau auf das Display lenken. Einfache Klettverschlüsse halten die Konstruktion zusammen. Fertig ist die eigene VR-Brille.

Im ersten Schritt konnten sich nur die Teilnehmer der Konferenz einen ersten Eindruck über die Brille verschaffen. Da Google diese Papp-Lösung nicht offiziell verkauft, tauchten rasch erste Bauanleitungen und Schnittmuster in Netz auf. Wem dies zu mühselig ist, der kann auch auf die große Anzahl von Nachbauten zugreifen, die jeder Interessierte online in verschiedenen Shops für wenige Euro beziehen kann. Diese Cardboards gibt es in der Zwischenzeit in unterschiedlichen Varianten und für verschiedene Smartphones. So kann sich jeder Einzelne einen schnellen Einblick über die zukünftige 3D-Darstellung von unterschiedlichen Medien machen.

Dabei sind die 3D-Macher bereits einen Schritt weiter. So entwickelt Google bereits spezielle Daten-Kontaktlinsen. Hier wird dann das Signal direkt auf die Kontaktlinse projiziert. Bis es soweit ist, die futuristischen Kontaktlinsen in den Händen zu halten, greift man eher zu der einfachen Variante. Offizielle Aussagen über den Verkaufsstart von Oculus Rift gibt es ebenfalls noch nicht. Allerdings hat der Konkurrent Samsung bereits unter der Bezeichnung VR Gear, das erste marktreife Produkt präsentiert (siehe dazu Samsung Gear VR: Die erste VR-Brille im Test).

Cardboard Brillen in der Übersicht

Natürlich ist das Original aus dem Hause Facebook nicht verfügbar, dennoch gibt es eine Reihe von Nachbauten am Markt. Für einen günstigen Preis können Sie sich so einen Überblick über die kommenden 3D-Brillen machen. Folgende Bausätze können wir empfehlen:

AbbildungBezeichnungBesonderheitenFür Smartphone mitAngebot
Samsung Gear VR Virtual Reality Samsung Galaxy S6, S6 edge und S6 edge+ notwendig5,1 -5,5 Zoll
Virtual Reality BrilleBikonvexe Linsen nach Originalspezifikation4.3 - 5.3 Zoll
Andoer Universal 3DKunststoffgehäuse3,5 - 6,0 Zoll
PEARL Virtual-Reality-BrilleKostengünstige Lösung4,0 - 5,0 Zoll
J & M Virtual Reality KitMit NFC3,5 - 5,5 Zoll
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Kommentare

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